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#1 Umstieg auf Synthetic-Öl von MadDog 21.02.2008 22:12

Moin,

so.. Tante Krister hat sich nur ersma 2x5L 5w40 besorgt.. morgen noch der OriFilter von Volvo und dann mal sehen... ich wollte erst den Öldruck notieren, alles ablassen nachdem ich ne runde gefahren bin, dann wollte ich 2,5L nachkippen, wieder fahren (vorsichtig), ablassen und dann den rest nachschütten, fahren, Öldruck mit Synthetic notieren, ablassen und voll auffüllen.


Sollte ich das so tun, oder ist das überhaupt notwendig? Darf ich mit nur 2,5L den Motor anwerfen ?

Wär cool, wenn ich bis morgen Mittag dazu ne Aussage bekäme, weil ich da ne Grube kriegen könnte.

Danke schonmal
#2 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von Ingo.FT 21.02.2008 22:49

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Warum so kompliziert? ca. 0.25-0.5l Vollsynthetiköl zum vorhandenen Öl hinzu geben, einige hundert km bei mäßiger Belastung fahren, dann Ölwechsel (warm!) machen.
Anschließend ganz normal fahren. Nächsten Öl+Filterwechsel um die Hälfte km vorziehen. Eventuell den danach folgenden Ölwechsel nochmals um die Hälfte km vorziehen.
Mit 2.5l Ölinhalt in der Wanne würde ICH den Motor nicht anwerfen.
#3 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von rennelch 22.02.2008 06:40

was soll der blödsinn ?gerade über wechsel von mineral zu synthetiköl habe ich schon die wildesten märchen gehört .von wegen zig mal wechsel und was alles passieren kann .
wenn mann als grundvoraussetzung nen normal gewarteten motor mit regelmässigen ölwechseln nimmt,ist absolut keine vorsichtsmaßnahme erforderlich.
mineralöl ablassen ,filter wechseln ,synthetik einfüllen .basta .

wenn der motor nicht verschlammt ist,passiert da garnix .
den ich habe schon oft von mineral -zu synthetik gewechselt .ohne jegliche vorsichtsmaßnahme
passiert is nix .

synthetiköl putzt den motor .frisches mineralöl auch.
wenn sich tatsächlich schlamm abgelagert hat,nach 1000km nochmal wechseln .basta .

und wenn der motor hinterher undicht wird ,hat er nen fehler gehabt ,der durch ablagerungen verdeckt wurde .
frisches öl deckt ihn dann nur auf .das gleiche hätte bei mangelnder ölwechselmoral auch mit frischem mineralöl passieren können .

und siehe viscosität .von den 0 W-ölen rate ich ab.kann bei den rotblocks ölverbrauch geben .
zur einführung des neuen castrol super 0-w .. öls haben wir mal von unserem castrol-vertreter jeweils ne füllung bekommen .
nach dem wechsel hatte ich sofort ölverbrauch.nach reklamation erhielt ich 5 liter 10 -w 60 RS mit dem kommentar ,ich sollte bloss die klappe halten.die schweinehunde wusten also ,was damit los ist.
empfehlung : da viel kurzstrecken und stadtverkehr ,fahre ich 5 -w 40 synthetik .im oscar(läuft nur auf strecke ) nur Rs 10 w 60.
bis jetzt mit bestem erfolg und sehr geringem, ölverbrauch.
grüsse uli
#4 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von rennelch 22.02.2008 06:45

und noch nen kommentar siehe öldruck.
mit 5 w 40 kalt leerlauf anschlag (5 bar ).
betriebswarm (öl 70 grad )im leerlauf 3,5 bar .unter last anschlag .
mann braucht also wegen des öldrucks bei nem einwandfreiem motor absolut keine befürchtungen zu haben .
grüsse uli
#5 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von aimypost 22.02.2008 07:01

OT

jaja, Castrol.

Die sind bei mir sowieso unten durch. Die laufen bei mir in der Kategorie "Breitling": erfolgreiche Marketingstory ohne Substanz.

Meiner Honda habe ich mal 5W40 vollsynthetisches Öl von Castrol gegönnt. Damit rasselte die in der oberen Drehzahlhälfte.
Daraufhin habe ich es wieder entfernt und anderes 5W40 eingefüllt=rasseln wieder weg.
Seitdem habe ich Castrol abgehakt, auch für`s Auto; ich traue der Qualität (Scherstabilität) nicht.
#6 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von Ingo.FT 22.02.2008 13:41

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@Uli: Das mag ja sein, dass ruhig 70-80% der Motoren die "Radikalumstellung" Problemlos verkraften, doch gerade bei unseren Turbos wäre ich vorsichtig. Da kommt es viel öfter zur Ölkoksbildung wenn man zuvor kein Vollsynthetiköl gefahren hat, und dieses Zeug muss abgebaut werden, möglichst langsam, möglichst in kleinen Teilen. Daher die "sanfte Kur". Es schadet doch niemandem wenn man langsam vorgeht, wieso also "radikal" umstellen?
Es gibt übrigens auch genug Beispiele von Motoren, die nach der Umstellung irgendwelche Fresser hatten weil gelöste Ablagerungen irgendwelche Kanäle zugesetzt haben. Beim B230 weniger ein Problem, die sind groß dimensioniert, aber die Gleitlagerung im Lader ist schon eher gefährdet. Ich würd's nicht riskieren bei dem Preis was mich ein verfrühter Ölwechsel (also 5l-Kanne + Filter im EK) kostet...
#7 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von rennelch 22.02.2008 14:48

ingo ,ich sehe das eigentlich nicht als radikalkur.denn eigentlich
hat kein gut gewarteter motor ,der auch das richtige öl bekommt,
soweit rückstände ,das sich da was in brocken ablösen kann .
auch beim turbo nicht.
hauptindiz dafür ist ,das nach öffnen des öleinfülldeckels innen im kopf alles absolut blank ist.wenn da schon rückstände bzw krusten sind ,ist von der wartung her schon was faul.und je dicker die krusten sind ,um so mehr probleme kann es dann bei ablösung durchs neue öl geben .
wobei die lagerung des laders vor allem auf dreck im öl sehr empfindlich ist.
bei allen kulanzanfragen über gefressene nocken wellen bzw
vorzeitigen laderdefekt wurde ich immer sehr misstrauisch.
und habe mich über die inspektionsmoral des kunden informiert .
in jedem fall entweder ölwechsel überzogen (nur alle 20000 km )
oder eigenes öl mitgebracht.von übler qualität.

der motor meines Mg wurde 1993 von mir komplett überholt ,
bisjetzt rund 80000km gelaufen .öl mineral 20 w 50 SG .
der motor ist innen absolut blank.
meinen B21 habe ich mal nach 287000km spasshalber zerlegt(b 23 eingebaut ). ausser leicht brauner tönung keine ablagerungen .wurde mit mineralöl gefahren .

deshalb vielleicht vor wechsel zu synthetik mal nen blick auf nocken welle und kopf.wenn man da nichts mehr sieht(ausser schlamm ),sollte mann allerdings bei umstellung auf synthetik sehr vorsichtig vorgehen .
udn vieleicht mal öfter ölwechsel machen .denn auch synthetiköl ist kein allheilmittel,mit dem mann ölwechselintervalle ungestraft überziehen kann .wenn das öl mit dreck gesättigt ist(sehr gesund für den lader), setzt sich auch da schön der schlamm ab .
grüsse uli
#8 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von MadDog 22.02.2008 15:16

Ich hab nun Öl von Car-Technic.. Matthies.. hat aber alle auflagen für VW und Mercedes Norm.. is das nu schlimm ?

Achja übrigens..

Mein Öldruck im Stand kalt 3,0bar wenn kalt max 3,5-3,6
wenn warm Stand 1,2-1,3 und bei 2300rpm 2,8bar...

das ganze nun auch mit dem neuen Volvofilter, obwohl einige quellen ja behaupteten, dieser sei "besser" bzw. liefert mehr Druck bzw. den Druck den er sollte und der andere zu wenig...

Wenn ich mir die Werte so anschaue... kann es vielleicht sein, dass meine 5bar anzeige nen 10bar Sensor hat ?!

Oder was kann noch zu zu niedriegen Öldruck führen ?
#9 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von Rainer945t 22.02.2008 16:43

Moin!
Nenn das Öl doch erstmal beim Namen.

Grüsse
Rainer
#10 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von Ingo.FT 22.02.2008 16:46

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@Uli: Aber genau darum geht es doch, dass der Motor bisher nicht das Öl bekommen hat, was er nach dem heutigen Stand der Technik bekommen sollte (vor 10-15 Jahren war das noch anders, da war ein teilsynthetisches 10W40 ein teures TOP-Öl). Und ein nicht-vollsynthetisches Öl ist nunmal bei hohen Temperaturen schneller "am Ende" und fängt früher an zu koken. Diese hohen Temperaturen hast Du beim Turbomotor schnell, auch beim Serienmodell ohne Leistungssteigerung oder sonst etwas. Der kann noch so gut gewartet sein, gewisse Ablagerungen hat man. Und bei einem Fahrzeug, wo ich die genaue Historie bezüglich gefahrenem Öl, Wechselintervallen und Fahrweise nicht kenne, bin ich deshalb extrem vorsichtig bevor ich etwas rein kippe, was in höchsten Maße Ablagerungen löst. Oder weißt Du wie Tante Kristers Motor von innen aussieht?
Das Ganze hängt natürlich auch von der Fahrweise ab. Wenn DU Deine Motoren vernünftig fährst, wovon ich ausgehe, dann sind das die besten Voraussetzungen um auch mit einfachen Mineralölen oder Teilsynthetikölen gut unterwegs zu sein. Nur leider machen sich die wenigsten Leute so viele Gedanken über ihre Motoren, Öle und Fahrweise wie wir hier. Und für einen normalen Saugmotor bin ich der Meinung, dass ein Teilsynthetiköl 10W40 eine absolut gute Wahl ist, das Öl wird lange nicht so beansprucht wie in unseren Turbos. Das zeigt ja auch die Erfahrung, Dein B21 reiht sich wunderbar in das ein was ich von den Sauger-Rotblöcken kenne, die laufen einwandfrei mit einfachen Ölen, und bleiben innen recht sauber (Kurzstreckenfahrzeuge mal ausgenommen).

@ MadDog: Hast Du einen FT-IV mit Spritzölkühlung? Die nimmt auch ein bisschen was an Öldruck weg. Vergleichsmessungen kann ich in ein paar Wochen anbieten...
Was hast Du für eine Anzeige (Hersteller)?


Übrigens, mein Öldeckel hat auch Krusten ... die stammen jedoch aus dem Motor, vom dem der alte Öldeckel stammte
#11 Re[2]: Umstieg auf Synthetic-Öl von Rainer945t 22.02.2008 16:58

Ingo-960SE>@Uli: Das mag ja sein, dass ruhig 70-80% der Motoren die "Radikalumstellung" Problemlos verkraften, doch gerade bei unseren Turbos wäre ich vorsichtig. Da kommt es viel öfter zur Ölkoksbildung wenn man zuvor kein Vollsynthetiköl gefahren hat, und dieses Zeug muss abgebaut werden, möglichst langsam, möglichst in kleinen Teilen. Daher die "sanfte Kur". Es schadet doch niemandem wenn man langsam vorgeht, wieso also "radikal" umstellen?
Ingo-960SE>Es gibt übrigens auch genug Beispiele von Motoren, die nach der Umstellung irgendwelche Fresser hatten weil gelöste Ablagerungen irgendwelche Kanäle zugesetzt haben. Beim B230 weniger ein Problem, die sind groß dimensioniert, aber die Gleitlagerung im Lader ist schon eher gefährdet. Ich würd's nicht riskieren bei dem Preis was mich ein verfrühter Ölwechsel (also 5l-Kanne + Filter im EK) kostet...


Sie dir doch nochmal den Ölkreislauf beim Rotblock an.
Der Lader wird wie du weisst direkt vom Hauptölkanal hinterm Ölfilter versorgt. Dort befinden sich mit Sicherheit als aller letztes irgendwelche kritischen Ablagerungen, wenn überhaupt. Besonders weil sich bei relativ hohen Strömungsgeschwindigkeiten und moderaten Temperaturen kaum was ablagern kann. Auch Herrschen hier kaum Temperaturen welche selbst einem einfachen Mineralöl ernsthaft zu schaffen machen.
Solche Geschichten von gelösten Brocken und anderem Gerümpel sind wohl eher die üblichen Stammtischgeschichten. Ablagerungen werden nicht in ganzen Stücken sondern eher im "kleinsten" von der Öberfläche gelöst. Evtl. ist ein vorgezogener nächster Ölwechsel beruhigend wie Uli schon schrieb..
Grüsse
Rainer
#12 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von Ingo.FT 22.02.2008 17:21

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Leider sind es keine Stammtischgeschichten...

Es muss auch nicht gleich ein übler Fresser sein, es reicht schon wenn mit dem Öl irgendwelche kleinen Verkrustungen an die Lagerstellen geraten. Das sind dann die Bilder die man von den Motoreninstandsetzern zu sehen bekommt. Nein, nicht am Stammtisch.

Aber wenn Ihr so sicher seid, dass nichts passiert, von mir aus. Mir wäre es die etwas längere "Wartezeit" bis der Motor auf Vollsynthetik umgestellt ist, und die eine 5l-Kanne + Filter nicht wert, das Risiko einzugehen, dass nicht so irgendwo etwas gelöst wird und Schaden anrichtet. Ich meine, hier wird diskutiert über hundetstel was Lager- und Kolbenspiel angeht, bloß auch nicht zu viel Ladedruck geben, aber bei der Ölreinheit, vorallem wenn man nicht weiß wie ein Motor von innen aussieht, hört die Sorge und penible Betrachtungsweise plötzlich auf?!
#13 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von Rainer945t 22.02.2008 17:35

Ingo, wir gehen hier ja nicht von einem innen schwarzverkrusteten und total verschlammten Motor aus, sondern von einem der vorher mit Mineral oder teilsynthetischem Öl betriebenem wurde und "normal" funktionierte. Auch wenn du auf ein anderes Mineralöl wechselst was evtl. eine bessere Reinigungswirkung als das vorher verwendete, werden Ablagerungen ja auch gelöst ohne das da was gravierendes passiert. Und da kann man wohl ruhigen gewissens sagen, das ein Übergang auf Synthetik problemlos über die Bühne geht. das Öl wird halt evtl. etwas schneller dunkler, was ja auch so sein soll.

Grüsse
Rainer
#14 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von Ingo.FT 22.02.2008 18:16

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Das ist ja alles richtig, aber

1. wissen wir nicht wie ein Motor von innen aussieht, und können daher nicht einfach ruhigen Gewissens von einem sauberen Motor ausgehen (wenn wir gewissenhaft vorgehen)

2. reinigt bzw. löst kein mir bekanntes Mineralöl oder Teilsynthetiköl so gut wie die Vollsynthetiköle.


Ich habe leider schon einige Turbomotoren gesehen, die mit Mineral- oder Teilsynthetiköl gefahren wurden ("normal"). Was bei denen IM Motor an Krümeln und Brösel zu finden war, war alles andere als lustig.
Gelaufen sind die Motoren auch alle normal, garkein Problem, nur wenn ich mir vorstelle, dass dieser ganze Dreck in relativ kurzer Zeit durch die lösende Wirkung des Vollsynthetiköles seinen Weg durch die Kanäle nimmt (oder ihn verstopft, bei Motoren mit kleinen Kanälen im Kopf passiert das oft genug!), dann prost Mahlzeit! Wenn ich das nächste mal wieder so einen Motor "unter dem Messer" habe werde ich einige Fotos davon schießen. Und ein Vergleichsfoto von den "Bröselhaufen" der sich nach dem Reinigen aufgetürmt hat...
#15 Re: Umstieg auf Synthetic-Öl von HansW 22.02.2008 21:42

hallo

Ich habe schon viele lader sterben sehen von oelkohlerueckstaende. Das ist so, dass sich die Oelkohle genau an den heissesten Teilen des Laders festsetzt naemlich am Kolbenring und lager naehe des Hitzeschilds. Und dann wirkt das wie Schmirgelpapier und verstopft andererseits das Ablaufloch fuers Oel. ein andere Sammelort fuer oelkohlerueckstaende ist die Kurbelgehaeuse entlueftungsbox, und da Flammsieb. Naja Ventildeckel innen das sieht man ja.

wenn also sowieso viel Oelkohle im Motor rumfaehrt, warum dann nicht erstmal Ventildeckel runter und innen sauber machen, die taschen im kopf sauber machen, neue kurbelgehaeuse entlueftungsbox und Flammsieb einbauen und ein paar 100 Km mit einem frischen herkoemmlichen oel und neuem Filter fahren. Wenn das dann dreckig ist das naechste mal auf Synthetisch umstellen.

Denn egal ob Synthetisch oder normal, wenn das Oel voller Oelkohle ist schmirgelt das prima und muss getauscht werden.

Man fuehlt das wenn man einen tropfen zwischen den Fingern verreibt -- fuehlt sich sandig an.

Ansich ist Oel und filter billig -- verglichen mit einem Lader, insofern eher oefter wechseln als versuchen das letzte aus einem oel rauszuholen. Wenn da Oel naemlich schwarz ist, dann hat es seine Saettigungsgrenze fuer oelkohle und andere Abriebe / rueckstaende erreicht und faengt an den motor inne zu verkoksen, dort wo's kalt wird, oder wo's sehr warm ist.

Gruesse, hans
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